Informationswesen Informationswesen

  • 2019 haben die Kommunikations- und Informationszentren (SICAD/KIZs) mehr als 3 Millionen Notrufe angenommen.
  • In den Informationsknotenpunkten des Bezirks (SICAD/IKBs) arbeiten täglich etwa 390 Polizeibeamte an der Sammlung und der Analyse von polizeilichen Daten und Informationen, um ihren Kollegen vor Ort einen Mehrwert zu bieten.
  • Nicht weniger als 168 206 Bürger haben an der Ausgabe 2018 des Sicherheitsmonitors teilgenommen, was ein Allzeithoch ist und für die Verarbeitung und die Analyse der Ergebnisse, die im Juli 2019 veröffentlicht worden sind, eine erhebliche Herausforderung darstellte.


Informationskiosk für die einmalige Erfassung von Identifikationsdaten

Der Informationskiosk (KIK) ist eine Schnittstelle, die es den Polizeibeamten ermöglicht, aufgrund einer einmaligen Erfassung der Identifikationsdaten verschiedene Informationssysteme zu nutzen, zur Erfüllung ihrer Aufgaben.

Im Jahr 2018 wurde der KIK auch für die Revier- und Einsatzdienste zugänglich. Damit ist die Zahl von PCs mit Zugang zum KIK in einem Jahr von 25 000 auf 28 000 gestiegen.

Ende 2019 zählte die Integrierte Polizei 34 000 PCs mit Zugang zum KIK.

Eine Schlüsselrolle der Bezirke

Im Hinblick auf das operative Informationsmanagement spielt die Bezirksebene dank der Kommunikations- und Informationsdienste der Bezirke (SICADs) ebenfalls eine Schlüsselrolle. Die SICADs stammen aus der Fusion zwischen den provinzialen Kommunikation- und Informationszentren (KIZ), die Notrufe annehmen und verarbeiten, und den Informationsknotenpunkten der Bezirke (IKB).

Anzahl der Anrufe in den KIZs

Dringend 2018 2019
Westflandern 217 454 212 201
Ostflandern 248 776 250 749
Antwerpen 318 490 317 192
Limburg 161 753 161 753
Flämisch-Brabant 168 540 183 194
Brüssel 442 899 443 932
Wallonisch-Brabant 80 772 82 922
Hennegau 471 468 462 495
Namur 146 927 155 594
Lüttich 358 335 358 335
Luxemburg 67 851 69 15
Gesamtzahl 2 683 265 2 704 931
Nicht dringend 2018 2019
Westflandern 13 283 12 580
Ostflandern 10 749 10 558
Antwerpen 98 346 98 787
Limburg 15 942 16 506
Flämisch-Brabant 20 197 18 680
Brüssel 32 534 35 312
Wallonisch-Brabant 16 860 18 744
Hennegau 13 936 16 374
Namur 15 511 15 493
Lüttich 71 454 77 912
Luxemburg 18 936 19 541
Total 327 748 340 509
Total 2018 2019
Westflandern 230 737 224 781
Ostflandern 259 525 261 307
Antwerpen 416 836 415 979
Limburg 177 695 178 179
Flämisch-Brabant 188 737 201 874
Brüssel 475 433 479 244
Wallonisch-Brabant 97 632 101 688
Hennegau 485 404 478 869
Namur 162 438 171 087
Lüttich 429 789 443 476
Luxemburg 86 787 88 956
Total 3 011 013 3 045 440



Verwaltung der polizeilichen Informationen


Die IKBs in den SICADs sind innerhalb der Integrierten Polizei die Eckpfeiler des polizeilichen Informationsmanagements. Die IKBs sammeln, analysieren und verarbeiten die polizeilichen Daten und Informationen, um zu Gunsten der Kollegen auf dem Gelände einen Mehrwert zu schaffen. Wie? Es werden Daten verglichen, Verbindungen hergestellt, neue Phänomene und Tendenzen im Bereich der Kriminalität und der Sicherheit identifiziert, wodurch die Polizeiaktionen besser ausgerichtet werden können und die Daten und Informationen zu den Polizeidiensten fließen können, die sie für ihre Aufgaben benötigen.

Im Jahr 2019 waren rund 390 Personalmitglieder der Integrierten Polizei mit dem Management der operativen polizeilichen Informationen innerhalb der IKBs beschäftigt. 2018 waren es 344.

Auf zentraler Ebene sind spezifisch die Direktion der Einsätze in gerichtspolizeilichen Angelegenheiten (DGJ/DJO) und die Direktion der Einsätze in verwaltungspolizeilichen Angelegenheiten (DGA/DAO) bei dem polizeilichen Informationsmanagement tätig. Letztes Jahr verfügte DJO dazu über 61 Personen, im Vergleich zu 60 im Jahr 2018. Bei DAO waren 37 Personalmitglieder tätig, im Vergleich zu 40 im Jahr 2018. Zusammen mit dem Single Point of Operational Contact (SPOC) der Direktion der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit (CGI) gewährleisten DAO und DJO einen 24/7 Bereitschaftsdienst innerhalb der Nationalen Kontaktstelle (NKS).



Neue Version des Dispatchingssystems ASTRID

Im vergangenen Jahr setzte das Polizeidispatchingssystem seine Migration von Version 8 auf Version 9 fort. Die Modernisierung der CAD-Technologie (Computer Aided Dispatching System) wirkt sich auf die Arbeitsweise und Organisation der Polizeidienste aus, insbesondere auf die Bezirkskommunikations- und Informationszentren (SICAD/KIZ) der Föderalen Polizei.

Nach der Migration von fünf KIZs im Jahr 2018 ist 2019 ein einziges KIZ zum CAD 9 migriert worden. Die Migration der fünf übrigen ist für 2020 geplant.

success story

Weitgehende Kriminalstatistiken dank des Sicherheitsmonitors

Wie jedes Jahr hat die Föderale Polizei Anfang Juli die polizeilichen Kriminalstatistiken des vorangehenden Jahres veröffentlicht. Gleichzeitig ist auch der Sicherheitsmonitor 2018 erschienen. Mit dieser Veröffentlichung wird eine intensive Ermittlungs-, Analyse- und Synthesearbeit von den Analysten der Direktion der polizeilichen Informationen und der IKT-Mittel (DRI/BIPOL) abgeschlossen.

Zwischen März und Mai 2018 hat die Polizei zum ersten Mal in 10 Jahren eine neue größere Umfrage bei der Bevölkerung organisiert. Schwerpunkte der Umfrage waren das (Un-)Sicherheitsgefühl, die Anzeigebereitschaft, die Viktimisierung und die Wahrnehmung der Polizeidienste von der belgischen Bevölkerung, sowohl auf lokaler (Gemeinden, Polizeizonen) als auch auf föderaler Ebene. Nicht weniger als 168 206 Bürger haben am Sicherheitsmonitor teilgenommen, ein Allzeithoch!

Die Ergebnisse dieser Umfrage verleihen den polizeilichen Kriminalstatistiken (des Jahres 2018) Tiefe, weil die Zahlen der registrierten Straftaten analysiert werden und darüber hinaus auch die Meinung der Bevölkerung und der Opfer dieser Taten berücksichtigt wird. Somit sind zahlreiche Informationen verfügbar, die im Rahmen der Sicherheitspläne auf den unterschiedlichen Politikebenen ausgewertet werden können.

Der Sicherheitsmonitor ist eine Initiative der Föderalen Polizei in Zusammenarbeit mit der Lokalen Polizei, der Generaldirektion Sicherheit und Vorbeugung des FÖD Inneres und der Gemeinden.

Alle Zahlen befinden sich auf www.stat.policefederale.be



Datenschutz

Im Jahr 2019 setzte die Föderale Polizei eine Reihe von Aktionen fort, um die geltenden Datenschutzbestimmungen einzuhalten.

RegPol, das einzige Register der Verarbeitungen der Integrierten Polizei, wird täglich verwendet und zählt zurzeit +/- 2 400 registrierte Verarbeitungen. Eine Expertengruppe im Bereich des Datenschutzes mit Mitgliedern des juristischen Dienstes (DGR/Legal), der Direktion der polizeilichen Informationen und der IKT-Mittel (DRI) und des Dienstes Information Security & Privacy Office des Generalkommissariats (CG-ISPO) hat 2019 7 466 Stunden den folgenden Tätigkeiten gewidmet:

  • Anpassung der Regelungen und Rechtsbestimmungen : Die neuen EU-Datenschutzbestimmungen haben eine Anpassung des Gesetzes über das Polizeiamt (LFP) und des Gesetzes über die Integrierte Polizei (LPI) erforderlich gemacht. Diese Anpassungen wurden im Juni 2019 im Belgischen Staatsblatt veröffentlicht;
  • Umsetzung der Prozesse und Verfahren : Im Laufe des Jahres gaben CG/ISPO Stellungnahmen zu verschiedenen Dossiers ab, darunter Datenschutz-Folgenabschätzungen (Data Protection Impact Analysis, DPIA) zur automatischen Nummernschilderkennung (ANPR) und zu FOCUS, sowie eine interne Schengen/NSIS-Evaluierung;
  • Entwicklung von Kenntnissen : im März 2019 hat die Dienststelle CG-ISPO zwei Thementage (N und F) zum Datenschutz veranstaltet, wodurch etwa 300 Mitarbeiter der Föderalen Polizei sich in diesem Bereich weiterbilden konnten.